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Bilanz der Fachtagung

Erfolgreiche Standortbestimmung der Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf, 06.03.2012  Mit rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen wurde die Fachtagung »Standortbestimmung: Weiterbildung als Akteur in regionalen Bildungsnetzwerken« am 29. Februar erfolgreich beendet. Die vom »Gesprächskreis für Landesorganisationen der Weiterbildung in NRW« organisierte Fachveranstaltung im Düsseldorfer Tanzhaus stand ganz im Zeichen der Beteiligung der Weiterbildung in Regionalen Bildungsnetzwerken auf dem Weg zu Regionalen Bildungslandschaften.

Zu Beginn überbrachte Dr. Ulrich Heinemann, Abteilungsleiter im Ministerium für Schule und Weiterbildung die Grüße der Ministerin und machte in seinem einführenden Statement deutlich: »Sollen die Regionalen Bildungslandschaften in NRW zu einem Erfolgsmodell werden, dann ist es eine notwendige Bedingung, dass sie das Profil, die Erfahrung und die Angebote der Weiterbildungsträger in unserem Land maßgeblich und nachhaltig einbeziehen.«

Mit Impulsvorträgen von Prof. Dr. Dieter Gnahs vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) und Prof. Dr. Susanne Maria Weber von der Philipps Universität Marburg wurde das Themenfeld Netzwerkarbeit im Bildungsbereich dann näher ausgeleuchtet. »Landschaften Lebenslangen Lernens sind nur komplett, wenn die  Weiterbildungseinrichtungen als wichtige Akteure strukturell  einbezogen werden«, erläuterte Prof. Gnahs in seinem Einführungsvortrag. »Wir müssen heute vielmehr den Blick auf die  ganze Bildungsbiographie der Menschen in den jeweiligen Sozialräumen lenken«. Ergänzend erinnerte er an die seines Erachtens immer noch aktuellen Empfehlungen der Bildungskommission NRW unter Johannes Rau, die dafür plädierte, dass sich alle Bildungseinrichtungen von der Kita bis zur Berufsausbildungsstätte zu Häusern des Lernens entwickeln sollten.

Für Susanne Maria Weber hingegen stand der Aspekt der Lernenden Netzwerke, der verschiedenen Netzwerkakteure und der Notwendigkeit der Netzwerkberatung im Vordergrund. Die Professorin für Bildungskontexte – Forschungsgruppe Innovation - Organisation - Netzwerke am Institut für Erziehungswissenschaft Philipps Universität Marburg zog aus der Analyse technischer Netzwerkzusammenhänge Schlüsse für jene Prozesse, die sich auch in »menschlichen Netzwerken« vollziehen. So nannte sie zum Beispiel »Ehe«, »Club«, »Syndikat«, »Forum«, »Kommune« als Kooperationstypen mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen für die Netzwerkarbeit. Susanne Maria Weber: »Wir können inzwischen viel aus der Technik lernen. Netzwerke werden durch Menschen gestaltet und Netzwerkberatung sollte sicherstellen, dass im multiprofessionellen Setting strukturell konflikthafte Kooperation gelingen kann.«

Am Nachmittag präsentierten 5 Projektstandorte ihre Handlungsfelder der Weiterbildung für Regionale Bildungsnetzwerke. Besonderes Interesse erweckten dabei die unterschiedlichen Formate für Kursangebote mit Schulen und Tageseinrichtungen für Kinder.
 
Eine Round-Table-Diskussion unter Moderation der bekannten Fernsehjournalistin Brigitte Büscher (WDR) zu »Strategien für eine optimierte Entwicklung regionaler Bildungslandschaften« bildete den Abschluss des erkenntnisreichen Tages. Hier stellten die  Vertreterinnen und Vertreter regionaler Netzwerke ihre Positionen zu gelingender Netzwerkarbeit  und die aus ihrer Sicht notwendigen Schritte hin zu einer lebendigen Bildungslandschaft vor.
 
»Mit der Fachtagung ist uns ein wichtiger Schritt in Richtung Neupositionierung und Standortbestimmung der Weiterbildung als wichtiger Akteur auf dem Weg zu einer regionalen Bildungslandschaft in NRW gelungen«, erklärte Doris Sandbrink, Sprecherin des Gesprächskreises für Landesorganisationen der Weiterbildung in NRW. »Auf diesen Weg werden wir uns weiter engagieren.«

» zum detaillierten Programm der Fachtagung
Die Vorträge der Referent/innen werden sukzessive online gestellt.

DS


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Bildung ist Liebe zur Weisheit.
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